Was ist "Burnout"?

Der Begriff "Burnout" beschreibt einen Prozess, der eine Vielzahl von seelischen, geistigen und körperlichen Zuständen beinhaltet. Bei fortschreitendem Burnout geraten die Menschen von einem Zustand relativen Wohlbefindens in immer tiefere Zustände von Unruhe, Anspannung und Erschöpfung.

Auslöser für Burnout sind zumeist Überforderungssituationen, die sich häufig aus einer Kombination von persönlicher Leistungsbereitschaft (Überforderungsbereitschaft), entsprechenden Arbeitsanforderungen und unzureichender Anerkennung zusammensetzen.

Am Anfang eines Burnout-Prozesses stehen hohe Motivation und die Bereitschaft, sich auf Herausforderungen einzulassen. Im Verlauf des Prozesses wird die Herausforderung zur Überforderung. Überforderung macht Angst - die Situation wird bedrohlich - Angst und das Gefühl der Bedrohung aktivieren die "Stressachse".

"Stressachse" bezeichnet eine körperliche Reaktion, über die alle Wirbeltiere verfügen. In Situationen der Bedrohung hilft diese Stressreaktion beim Überleben indem sie den Körper kampf- und fluchtbereit macht. Andauernder negativer Stress (sog. "Disstress") schädigt nachweislich unseren Körper und unseren Geist.

Bei der Darstellung des Verlaufs von Burnout orientiere ich mich im Folgenden an die Ausführungen von Dr. Bergner (vgl. Bergner, M.H. Thomas: "Burnout-Prävention. Das 9-Stufen-Programm zur Selbsthilfe"; Schattauer, 2008)